... auf gutem Grund.

Richtig guter Wein macht richtig viel Arbeit

Ein Weinjahr hat nicht nur 365 Tage

Außer­gewöhnliche Weine erfor­dern besondere Zuneigung – vom Reb­schnitt im Januar bis zur Abfüllung im nächsten Früh­jahr. Unsere Leiden­schaft für Wein zeigt sich in jedem Arbeits­schritt durch das ganze Jahr.

In den Wein­bergen zwischen den Rebzeilen wachsen die unter­schied­lichsten Pflanzen. Sie sorgen für einen lockeren Boden, Stick­stoff­versorgung und eine große Arten­vielfalt an Nütz­lingen, die auf ganz natür­liche Weise beste Voraus­setzungen für gesundes Traubenwachstum schaffen.

Unser wichtigster Grund­satz bei allen Arbeiten im Wein­berg und im Wein­keller: Schonende, behutsame und konzent­rierte Arbeit. Jede Wein­sorte soll in der Rei­fung am Reb­stock und später im Keller genau die Zeit bekommen, die sie braucht.

Das Weinjahr bei Kress

 

Januar: 

In den Wintermonaten werden die Reben geschnitten und gebunden, um sie für den Austrieb im Frühjahr vorzubereiten. Drähte und Pfähle werden wieder auf Vordermann gebracht.

Februar: 

Auch im Winter wird der Boden mit Nährstoffen versorgt. Um ihn vital zu halten, wird natürlicher Kompost – zum Beispiel der eigene Trester – im Weinberg ausgebracht und die Erde aufgelockert.

Die jungen Weine des vorangegangenen Jahrgangs werden durch Filtration für die anstehende Abfüllung vorbereitet.

März: 

Die fertig ausgebauten Weine des vorigen Jahrgangs werden abgefüllt und gehen in den Verkauf.

April:

Vielseitige Begrünung wie Leguminosen und Malven werden eingesät um einer Vielzahl von Nützlingen wie etwa Bienen eine Heimat zu bieten. Die Pflanzen lockern den Boden auf natürliche Weise auf und liefern Mineralstoffe.

Junge Reben werden angepflanzt und die Drahtanlage wird eingerichtet.

Mai:

Mit dem beginnenden Austrieb werden überschüssige Triebe sanft von Hand entfernt, um eine lockere Laubwand zu garantieren.

Juni:

Die Triebe werden behutsam von Hand in den Drahtrahmen eingefädelt. Dies garantiert einen aufrechten Wuchs und gute Belüftung der späteren Traubenzone.

Während der Blüte Mitte Juni werden entsprechend des Wetters die Weichen für den Ertrag des Weinjahrs gestellt.

Juli:

Parallel werden überschüssige Blätter an der Traubenzone sorgsam entfernt, um Luft und Sonne an die Trauben zu lassen.

August:

Von Juli bis August wird der Ertrag mehrmals reguliert. Ca. 30 bis 40% der noch unreifen Trauben werden abgeschnitten, um die Qualität und den Nährstoffreichtum in den verbleibenden Trauben zu konzentrieren. Je weniger Trauben am Stock hängen, desto mehr Geschmack bildet sich in der einzelnen.

September:

Die Weinlese beginnt: In der Vorlese werden nur die bereits ausgereiften Trauben geerntet. Die noch komplett gesunden Trauben dürfen hängenbleiben und weiter Geschmack und Fruchtzucker einlagern.

Oktober:

Zwei bis dreimal gehen wir über jeden Weinberg und lesen alle Trauben mit der Hand. Nur so können wir garantieren, dass nur die besten Trauben so schonend wie möglich gerntet und weiterverarbeitet werden, um reintönige und klare Weine zu erhalten.

November:

Der Gärprozess wird von uns die ganze Zeit über aufmerksam begleitet. Der junge Wein ruht und reift.

Dezember:

Die Goldbacher Lagenweine werden in Barriquefässern eingelagert. Im Weinberg kehrt Ruhe ein, bis erneut der Rebschnitt beginnt.